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Buhrufe und Verschmähungen von allen Seiten – die Kanzlerschaft hat sich Friedrich Merz (CDU) wahrlich anders vorgestellt. Dabei gibt es handfeste Gründe, warum dieser Mann endlich das Kanzleramt räumen sollte. Es folgt die unnötigste Liste aller Zeiten.
1. Er hasst die Menschen in diesem Land.
Politiker, die den Bezug zu den Bürgerinnen und Bürgern und deren Nöte verloren haben, kennen wir mittlerweile zur Genüge. Noch nie allerdings hat ein Regierungschef so eklatant gegen das eigene Volk regiert wie Kanzler Merz. Seine Bilanz ist erschütternd: unbegrenzte Kriegskredite, horrende Sprit- und Energiepreise, verpulvertes Geld im Ausland.
Sein Bild von den Menschen im Land könnte nicht schlechter sein: Einen Großteil der Bevölkerung hält er für arbeitsfaule Bittsteller, die ihr Leben am liebsten in Lifestyle-Teilzeit genießen und krankfeiern, wo sie nur können. Diesem unbelehrbaren Gefolge begegnet er stets mit harter Hand.
2. Er bezeichnet Kriege als „Drecksarbeit“ und billigt einen Völkermord.
Friedrich Merz hat ein schwieriges Verhältnis zum Völkerrecht. So kann es sein, dass er brutale Angriffskriege als notwendiges Übel hinnimmt und sie sogar begrüßt. So geschehen, nachdem die USA im Sommer 2025 erstmals den Iran angegriffen haben. Hier sprach er erschreckend beiläufig von der „Drecksarbeit“, welche der Wertepartner im Iran erledigte.
Auch die Entführung missliebiger Staatschefs gehört für ihn zum guten Ton, zumindest hält er solche Unterfangen für „komplex“. Unerreicht bleibt aber seine Haltung zum Völkermord im Gazastreifen: Wenn es darauf ankommt, steht die Regierung Merz fest an der Seite von Völkermördern. Seine hilflosen Distanzierungsversuche von der israelischen Kriegsführung sind nichts weiter als Gestammel. Die anhaltenden Waffenlieferungen an Israel haben längst die wahre Haltung der Bundesregierung offenbart.
3. Er hat keine eigene Mehrheit.
Friedrich Merz ist der erste Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik, der unrechtmäßig ins Amt gekommen ist. Die dringend nötige Neuauszählung der Bundestagswahl wird seit Monaten verschleppt, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das BSW eine ernste Gefahr für Merz‘ Kanzlerschaft ist.
Und selbst mit seiner erschlichenen Mehrheit im aktuellen Bundestag brauchte er zwei Anläufe, um zum Kanzler gekrönt zu werden. Sein Scheitern als Kanzler folgt einer einfachen mathematischen Logik: Er hat keine Mehrheit in der Bevölkerung und kann daher auch keine Politik im Sinne der Mehrheit machen.
4. Er hat keine Regierungserfahrung.
Friedrich Merz ist ein Mann der grenzenlosen Selbstüberschätzung. Er traut sich das Kanzleramt zu – dabei hat er noch nie in seinem Leben zuvor regiert. Er ist ein erprobter Oppositioneller, jemand, der gerne sagt, was schiefläuft. Ein Gestalter ist er aber in keinem Fall.
Seine Kanzlerschaft verdankt er einer Mischung aus Mitleid und Alternativlosigkeit. Alternativlos, weil sonst keiner den Job machen wollte. Mitleid, weil der Mann so viele Anläufe zum Parteichef brauchte und nun endlich einmal ein Erfolgserlebnis haben soll.
5. Er blamiert Deutschland im Ausland.
Die Performance von Kanzler Merz in anderen Staaten lässt selbst Annalena Baerbock (Grüne) vor Neid erblassen. So schaffte er es 2025 beim Weltklimagipfel in Belem, in wenigen Sätzen eine ganze Nation zu beleidigen.
Auf dem internationalen Parkett ist Deutschland spätestens seit Kanzler Merz nicht mehr gern gesehen. Was als missbilligendes Rumoren begann, hat sich mittlerweile zu handfesten Entscheidungen manifestiert: Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung fiel Deutschland mit seiner Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat durch.
6. Er ist ein kapitalistischer Lobbyist.
Mit seinen Milliönchen auf dem Konto und dem Privatjet im Hangar versteht sich unser Bundeskanzler als solides Mitglied des Mittelstands. Das hat mit der Realität nichts zu tun, passt aber zu einem Mann, der tief im Sumpf des Lobbyismus steckt. Sein Aktienstock ist bemerkenswert, seine Tätigkeit im Aufsichtsrat des Vermögensverwalters Black Rock verhieß von Anfang an nichts Gutes.
Alles kalter Kaffee? Dann muss es wirklich Zufall sein, dass der Kanzler mit Katherina Reiche, Wolfram Weimer, Karsten Wildberger und Philipp Amthor (alle CDU) vier Vorzeigelobbyisten ins Bundeskabinett geholt hat. Die Politik dieser vereinten Lobbyistentruppe spricht wahrlich Bände: Die Vermögensungleichheit wächst, der Konformitätsdruck in der Gesellschaft steigt, Zukunftsängste nehmen zu.
7. Er ist ein Lügenbaron.
Dass Politikern nicht zu trauen ist, erfahren viele Menschen immer wieder. Friedrich Merz hat die Politikerlüge perfektioniert. Kaum war die Bundestagswahl vorbei, machte er das genaue Gegenteil von dem, was er noch Tage zuvor versprochen hatte. Sein Nein zu neuen Schulden war plötzlich Schnee von gestern. Im Sinne der Kriegstüchtigkeit musste natürlich auch die Schuldenbremse dran glauben. Das Ergebnis werden wir alle noch sehr lange spüren: unbegrenzte Kriegskredite zulasten der steuerzahlenden Bevölkerung.
Und weil das Land von einem notorischen Lügner regiert wird: Diese Wahrheit auszusprechen, kann heute richtig teuer werden und sogar in den Knast führen. Dass die Justiz im Land auch ohne seine aberwitzigen Anzeigen schon schwer am Limit arbeitet, interessiert Lügenfritze natürlich nicht.
8. Er hat die AfD an die Spitze katapultiert.
Es ist traurig, dass Friedrich Merz allen Ernstes glaubt, er könne die AfD nachhaltig schwächen. Die Partei, die er eigentlich halbieren wollte, erreicht unter seiner Führung Traumwerte in den Umfragen. Momentan kann er sich noch wegducken. Aber spätestens im Herbst wird seine Partei vor eine Richtungsentscheidung gestellt werden.
Bei Friedrich Merz kommt eine toxische Melange zusammen: völlige politische Inkompetenz, potenziell rassistische Äußerungen und eine Agenda der sozialen Kälte. Bester Nährboden für eine rechtsextreme Partei, die von Wahlsieg zu Wahlsieg taumelt.
9. Er ist für die Wehrpflicht.
Allein dieser Umstand reicht aus, um Friedrich Merz die Kanzlereignung abzusprechen. Die von der Ampel angestoßene Zeitenwende hin zur Kriegstüchtigkeit treibt er mit noch größerer Inbrunst voran als die Vorgängerregierung. Apropos Vorgänger: Aus dem Kabinett Scholz ist nur ein einziger Minister in Amt und Würden geblieben. Ausgerechnet Kriegsminister Boris Pistorius (SPD) durfte weitermachen.
Es ist maßgeblich Kanzler Merz zu verdanken, dass die Wehrpflicht wieder da ist – „zunächst freiwillig“, wie er immer wieder betont. Er spielt Russisch Roulette mit dem Leben Millionen junger Menschen und darf sich nicht wundern, dass auf einschlägigen Demos nicht nur gegen neue Gesetze, sondern auch gegen ihn persönlich skandiert wird.
10. Er hat in den eigenen Reihen keinen Rückhalt mehr.
Für manche in der Union mag er ein Hoffnungsträger gewesen sein, weil er für einen anderen Kurs stand. Doch diese Zeiten sind lange vorbei: Mittlerweile wird nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert, den Kanzler schlichtweg auszutauschen. Mit Daniel Günther und Markus Söder fielen sogar schon konkrete Namen.
Derart ungeniert wurde diese Frage noch nie in den Raum gestellt – und schon gar nicht mitten in der laufenden Legislatur. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend: Ein Mann, der drei Anläufe braucht, Parteichef zu werden und erst im zweiten Wahlgang zum Kanzler gewählt wird, kann nur scheitern.